Planung der Kirche Planung/Bau der Kirche


Planung der Kirche

Im Jahr 1840 entschloss man sich zum Bau einer neuen Kirche und begann durch monatliche Kollekten einen finanziellen Grundstock dafür zu schaffen. Erste Pläne wurden durch den Haselünner Architekten Josef Niehaus erstellt. Die die ungeklärte kirchenrechtliche Situation Papenburgs verzögerte sich der Bau über viele Jahre.

Planung der Kirche

1868 kaufte die Gemeinde ein Grundstück zur Anlage eines neuen Friedhofes und zum Bau einer neuen Kirche, obwohl eine Gruppe einflussreicher Bürger den Kirchenneubau gerne unmittelbar neben der alten Kirche errichtet gesehen hätte, doch ließ sich dieser Plan nicht durchführen.


Planung der Kirche

Der Architekt Alexander Behnes erstellte im Jahr 1871 neue Pläne zum Bau der Kirche, da der bisherige Architekt Niehaus mittlerweile verstorben war. Das Bild zeigt die Längsansicht des Kircheninnern.

Planung der Kirche

Der Baubeginn der neuen Kirche erfolgte am 2. August 1873, nach Plänen des Architekten Alexander Behnes, einem Sohn des Papenburger Richters Behnes. Nachdem das Fundament, das aus ca. 1000000 Steinen bestand fertig war erfolgte jedoch ein jahrelanger Baustopp wegen der ungeklärten gesamtwirtschaftlichen Situation im Land und dadurch steigenden Lohnkosten.

Das Bild zeigt den Eingangsbereich im Turm, so wie er sich bis ins Jahr 1910 vor Einbau der neuen Orgelempore präsentierte.

Planung der Kirche

Erst am 15. Juli 1875 erfolgte die Grundsteinlegung. Im Bild der Blick auf das nördliche Querhaus und der Orgelempore.

Planung der Kirche

Schnitt durch Lang- und Querhaus; Zeichnung von Alexander Behnes (um 1871)

Bau der neuen Kirche

Das Bild zeigt die St. Antonius Kirche kurz vor ihrer Fertigstellung.

Aus Briefen des Josef Dieckhaus, Papenburg an seine Schwester Gertrud Hoffmann, Wildeshausen

Betrifft den Bau der neuen katholischen Kirche in Papenburg

17.November 1877

...Der Bau unserer neuen Kirche schreitet gut voran, und es wird alles aufgeboten, um soweit damit zu kommen, dass sie im nächsten Monat eingeweiht werden kann und mit aus dem Grunde, weil unser Herr Bischof nicht allein alt, sondern auch schwächlich ist, und sollte derselbe mal unerwartet abgehen, dann würde bei den jetzigen Gesetzen die Kirche nicht eingeweiht werden können und wir hätten das kostbare Gebäude da stehen ohne Gebrauch davon machen zu können.

Nun die Kirche und Turm ausgebaut ist macht sie sich wirklich schön und ist ein Prachtgebäude. Allein damit ist die Sache noch nicht abgemacht, denn es fehlet das Inventar, und wir haben in der alten Kirche nicht das Mindeste, was wir zu der neuen Kirche verwenden können. Da fehlt Glocken, Orgel, Altäre, Predigerstuhl, Beichtstühle, Taufstein, Kronleuchter etc. etc. und alles dieses hofft man aus milden Beiträgen zu beschaffen.

Dass man dabei auf uns rechnet, kannst Du leicht denken, und wir wollen uns auch nicht verkriechen und zurückziehen.

Ich habe nun mit Clementine überlegt, wenn wir doch was tun wollen, dann soll es auch was ordentliches sein und sind uns darin überein gekommen, dass wir drei Glocken schenken wollen.

Der liebe Gott hat mich viel Glück zuteil werden lassen und überhäuft uns alle tage noch mit neuen Wohltaten, und dafür wollen wir dankbar sein, und die Kirche, welche zu seiner Ehre gebauet wird, mit neuen Glocken schmücken. Es ist freilich ein großes Opfer welches wir bringen, aber wir behalten genug davon, und da der liebe Gott unsern Kindern Gesundheit und Verstand gegeben hat, so können sie später, wenn sie gesund bleiben und tätig sein wollen, auch wohl wieder was verdienen, dass sie ihr Brot haben und als ordentliche Menschen durch die Welt kommen...

Weitere Ausschnitte aus Briefen von Josef Dieckhaus finden Sie in der Rubrick "Die ersten 33 Jahre".


Bevor man sich für den Kirchenentwurf von Alexander Behnes entschied gab es noch weitere Bauvorschläge. Unsere Kirche hätte theoretisch auch ganz anders aussehen können, wie die folgenden Zeichnungen aus dem Pfarrarchiv beweisen.

Erste Entwürfe

Dieser Entwurf stellt einen Kirchenbau im neogotischen Stiel dar. Im Gegensatz zur verwirklichten Kirche gibt es hier ein hohes Hauptschiff und zwei niedrigere Seitenschiffe mit darüber liegenden Strebebögen. Auch der Turm wäre nicht ganz so hoch gewesen. An Turm und Langhaus waren mittelalterliche Wasserspeier vorgesehen.

Erste Entwürfe

Der gleiche Entwurf in der Seitenansicht. Im vorderen Bereich gibt es zwei Fensterreihen, die Untere an den Außenmauern des Seitenschiffes und die obere Reihe gehört zum Mittelschiff. Direkt ans Querhaus hätte sich der Chorraum angeschlossen.

Erste Entwürfe

Hier noch ein zweiter Alternativentwurf. Dieser hätte auf einen großen Turm verzichtet un wäre mit einem kleinen Türmchen auf dem Dach ausgekommen.

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Bevor man sich für den Kirchenentwurf von Alexander Behnes entschied gab es noch weitere Bauvorschläge. Unsere Kirche hätte theoretisch auch ganz anders aussehen könne, wie die folgenden Zeichnungen aus dem Pfarrarchiv beweisen.